Rohrbruch: was tun?

Rohrbruch: was tun?

Die ersten zehn Minuten entscheiden über die Höhe des Schadens. Diese Reihenfolge hat sich bewährt.

1. Wasser abstellen

Der Haupthahn ist die wichtigste Armatur im Haus, und die meisten Menschen suchen ihn zum ersten Mal, wenn es schon läuft. Er sitzt in der Regel unmittelbar vor oder hinter dem Wasserzähler: im Keller, im Hauswirtschaftsraum, in Wohnungen häufig hinter einer Revisionsklappe im Bad oder in der Küche.

Lässt sich der Hahn nicht schließen, weil er festsitzt, versuchen Sie das Eckventil am betroffenen Gerät. In Mehrfamilienhäusern kann die Hausverwaltung den Hausanschluss absperren.

2. Strom sichern

Läuft Wasser über eine Steckdose, eine Deckenleuchte oder in einen Verteiler, schalten Sie den betroffenen Stromkreis am Sicherungskasten ab. Betreten Sie keinen Raum, in dem Wasser steht und gleichzeitig Elektrogeräte am Netz sind. Im Zweifel den Hauptschalter.

3. Fotografieren, bevor Sie aufwischen

Das ist der Schritt, der am häufigsten übersprungen wird, und der später am meisten wert ist. Machen Sie Übersichtsaufnahmen des Raums und Detailaufnahmen der nassen Stellen. Fotografieren Sie beschädigte Möbel einzeln. Halten Sie Datum und Uhrzeit fest, die meisten Kameras tun das automatisch.

4. Wasser aufnehmen und Möbel retten

Jetzt erst wird aufgewischt. Ziehen Sie Möbel von den nassen Flächen weg, stellen Sie Holzfüße auf Unterlagen, damit sie sich nicht vollsaugen und verfärben. Teppiche raus. Was gerettet werden kann, sollte trocken stehen, bevor es aufquillt.

5. Melden

Mieter informieren unverzüglich den Vermieter oder die Hausverwaltung. Das ist eine vertragliche Pflicht und keine Frage der Höflichkeit. Eigentümer melden den Schaden ihrer Gebäudeversicherung. Beschädigten Hausrat meldet der Bewohner zusätzlich seiner Hausratversicherung. Notieren Sie, wann Sie wen erreicht haben.

6. Hilfe holen

Erst wenn der Zulauf steht, ist der Anruf beim Notdienst der nächste Schritt. Schildern Sie kurz, was passiert ist und was Sie schon getan haben. Wir vermitteln Ihre Anfrage an einen Betrieb, der die Stelle sichert.

Was Sie besser lassen

Keine Reparaturversuche an druckführenden Leitungen mit Klebeband und Schellen aus dem Baumarkt, solange der Zulauf offen ist. Kein Aufstemmen an der feuchten Stelle: das Wasser wandert, die Ursache liegt oft woanders, dafür gibt es die Leckortung. Und nichts wegwerfen, bevor es fotografiert und der Versicherung gemeldet ist.

Fragen zu den Sofortmaßnahmen

Bitten Sie den Nachbarn oder die Hausverwaltung, den Haupthahn Ihrer Wohnung oder den Hausanschluss zu schließen. Jede Minute mit offenem Zulauf vergrößert den Schaden erheblich. Alles Weitere lässt sich klären, wenn Sie da sind.

Solange Wasser unter Druck austritt oder nachläuft, ist es ein Notfall. Steht der Zulauf und tropft nichts mehr nach, können Sie den regulären Termin abwarten. Das spart den Notdienstzuschlag und ist meist die vernünftigere Entscheidung.

Bei Gefahr im Verzug dürfen Sie das Nötige veranlassen, um den Schaden zu begrenzen, und müssen den Vermieter unverzüglich informieren. Ist der Vermieter erreichbar, stimmen Sie die Beauftragung ab. Dokumentieren Sie Ihre Kontaktversuche mit Uhrzeit.

Lieber zu viele. Ein Überblick je Raum, jede nasse Fläche einzeln, jedes beschädigte Möbelstück, dazu die Schadstelle selbst, sobald sie sichtbar ist. Später kommen die Trocknungsgeräte und die Rechnungen dazu.

Lüften hilft, solange die Außenluft trockener ist als die Raumluft, im Winter also meist ja. Reine Wärme ohne Luftaustausch bringt wenig, die Feuchtigkeit bleibt im Raum. Eine ernsthafte Trocknung ersetzt das ohnehin nicht.

Zulauf ist zu, jetzt Hilfe?

Wir vermitteln an einen Betrieb in Ihrer Nähe.