Wasserschaden und Trocknung

Wasserschaden und Trocknung

Das Wasser ist weg, die Feuchtigkeit bleibt. Wir vermitteln an Betriebe, die messen, trocknen und den Verlauf dokumentieren.

Warum Aufwischen nicht reicht

Ein moderner Fußboden besteht aus mehreren Schichten: Belag, Estrich, Dämmung, Rohdecke. Wasser läuft durch alle davon und sammelt sich in der Dämmschicht. Oben ist der Boden nach zwei Tagen trocken, unten steht die Feuchtigkeit noch nach Wochen. Wird in diesem Zustand neu verlegt, entsteht darunter genau das Klima, in dem Schimmel wächst.

Deshalb steht am Anfang eine Messung und nicht ein Kostenvoranschlag für den neuen Boden.

Wie getrocknet wird

Bei der Raumtrocknung entziehen Kondens- oder Adsorptionstrockner der Luft Feuchtigkeit, die Wände und Estrich dann nachliefern. Sitzt das Wasser in der Dämmschicht, reicht das nicht. Dann wird über Randfugen oder gesetzte Bohrungen Luft in den Bodenaufbau gedrückt oder abgesaugt. Das dauert je nach Schadensbild ein bis vier Wochen, manchmal länger. Zwischendurch wird wiederholt gemessen. Erst wenn die Werte über mehrere Messungen stabil im Zielbereich liegen, wird verschlossen.

Was Sie dokumentieren sollten

Fotos vom Zustand vor dem Aufräumen, eine Liste der beschädigten Gegenstände mit Anschaffungsjahr, die Rechnungen der beteiligten Betriebe und das Trocknungsprotokoll. Diese vier Dinge braucht praktisch jede Schadensmeldung. Wer sie später zusammensucht, verliert Wochen. Welche Versicherung wofür zuständig ist, steht im Ratgeber Wer zahlt beim Rohrbruch.

Womit ein Trocknungseinsatz beginnt

Womit ein Trocknungseinsatz beginnt

Vor dem ersten Gerät steht die Bestandsaufnahme. Ohne sie ist unklar, was überhaupt getrocknet werden muss.

  • Feuchtemessung an Estrich, Dämmung, Wand und Holzbauteilen
  • Entscheidung zwischen Raum- und Dämmschichttrocknung
  • Messprotokoll über den gesamten Verlauf
  • Freigabe erst bei stabilen Werten, nicht nach Kalender
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Fragen zu Wasserschaden und Trocknung

Bei einem kleinen Schaden in der Regel ein bis zwei Wochen, bei durchnässter Dämmschicht drei bis sechs. Entscheidend sind Estrichaufbau, Dämmmaterial und wie lange das Wasser gestanden hat. Ein festes Enddatum kann seriös niemand vorher nennen.

Meistens nicht. Die Geräte sind laut und die Räume werden warm, aber bewohnbar. Bei großflächigen Schäden, betroffener Elektrik oder Schimmelverdacht kann ein vorübergehender Auszug nötig werden. Das entscheidet sich am Schadensbild.

Die Geräte laufen wochenlang durch und verbrauchen spürbar. Gebäudeversicherer erstatten diese Stromkosten häufig gegen Nachweis. Lesen Sie den Zählerstand zu Beginn und am Ende ab und lassen Sie sich die Gerätelaufzeiten bestätigen.

An muffigem Geruch, an Rändern und Wölbungen im Belag und an Feuchteflecken, die nach Monaten wiederkehren. In diesem Fall lassen Sie erneut messen, bevor renoviert wird. Schimmel unter einem neuen Boden ist teurer als vier zusätzliche Trocknungstage.

Für beschädigten Hausrat, also Möbel, Elektrogeräte, Kleidung und lose Bodenbeläge, ist die Hausratversicherung zuständig. Für das Gebäude selbst die Gebäudeversicherung. Melden Sie den Schaden bei beiden getrennt und dokumentieren Sie die Gegenstände einzeln.

Nasser Estrich, unklare Lage?

Lassen Sie messen, bevor Sie renovieren.