Was ein Notdiensteinsatz kostet

Was ein Notdiensteinsatz kostet

Wir nennen keine eigenen Preise. Wir erklären, wie eine Notdienstrechnung zustande kommt und woran Sie einen unseriösen Betrieb erkennen.

Warum hier keine Festpreise stehen

Dieses Portal führt keine Arbeiten aus und stellt keine Rechnung. Kalkuliert wird vom Betrieb, der zu Ihnen fährt. Ein Festpreis auf dieser Seite wäre also eine Zahl, die niemand einhalten müsste. Wer als Vermittler Preise veröffentlicht, muss sie auch einhalten können, und das können wir nicht.

Was wir stattdessen tun: die Posten benennen, aus denen sich Ihre Rechnung zusammensetzt, und die Spannen, die am Markt üblich sind. Damit können Sie ein Angebot einordnen, bevor Sie zusagen.

Die vier Posten einer Notdienstrechnung

Anfahrt oder Grundpauschale. Marktüblich sind etwa 50 bis 90 Euro. Manche Betriebe rechnen eine Pauschale, andere die Wegezeit. Beides ist zulässig, gemischt wird es selten sauber.

Arbeitszeit. Für Facharbeiterstunden liegen die Sätze in der Größenordnung von etwa 60 bis 110 Euro netto pro Stunde, je nach Region und Betrieb. Abgerechnet wird meist in angefangenen Viertelstunden.

Notdienstzuschlag. Nachts, am Wochenende und an Feiertagen kommt ein Zuschlag hinzu, üblich sind grob 30 bis 100 Prozent. Er gilt auf Arbeits- und Wegezeit, nicht auf Material. Eine gesetzlich einheitliche Höhe gibt es nicht.

Material. Dichtungen, Rohrstücke, Armaturen. Wird nach Verbrauch abgerechnet und gehört auf die Rechnung, nicht in eine Pauschale.

Diese Zahlen sind eine Orientierung aus dem Marktumfeld, kein Angebot und keine Preiszusage. Verbindlich ist allein, was der ausführende Betrieb Ihnen vor Arbeitsbeginn nennt.

Was den Preis nach oben treibt

Die Entfernung zum Einsatzort. Die Uhrzeit. Die Dringlichkeit, also ob nur ein Hahn tropft oder Wasser unter Druck austritt. Zusatzleistungen wie Leckortung oder die Miete von Bautrocknern über mehrere Wochen. Und der Umfang der Freilegung: eine Leitung im Schacht ist in einer Stunde erreicht, eine unter Fliesen nicht.

Warnsignale am Einsatzort

Die meisten überhöhten Notdienstrechnungen entstehen nicht durch hohe Stundensätze, sondern durch fehlende Absprache. Diese Punkte sind ein Grund, den Auftrag nicht zu erteilen.

  • Der Preis wird auf Nachfrage nicht genannt oder auf später verschoben
  • Sie sollen unterschreiben, bevor der Umfang der Arbeit feststeht
  • Barzahlung wird verlangt, eine Rechnung mit Anschrift aber nicht ausgestellt
  • Der Betrieb nennt keinen Firmennamen und kein Fahrzeugkennzeichen
  • Es wird zu einer sofortigen Komplettsanierung gedrängt, während noch Wasser läuft
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Fragen zu Kosten und Abrechnung

Der Betrieb muss Ihnen die Preisbasis nennen, bevor er anfängt: Anfahrt, Stundensatz und Zuschlag. Eine Endsumme ist vorher oft nicht seriös möglich, weil der Umfang erst beim Öffnen sichtbar wird. Verlangen Sie in dem Fall eine Obergrenze, ab der Rücksprache gehalten wird.

Nein. An das Portal zahlen Sie nichts, weder eine Vermittlungsgebühr noch eine Anzahlung. Bezahlt wird ausschließlich die Leistung des ausführenden Betriebs.

Ja. Verbraucherzentralen und Handwerkskammern nehmen Beschwerden über Notdienstrechnungen entgegen. Voraussetzung ist eine ordentliche Rechnung mit Firmenanschrift, Leistungsbeschreibung, Arbeitszeit und ausgewiesenen Zuschlägen. Bestehen Sie deshalb auf einer Rechnung.

Weil Bereitschaft bezahlt werden muss und Nachtarbeit für die Beschäftigten zuschlagspflichtig ist. Der Aufschlag betrifft Arbeits- und Wegezeit. Wenn es sich verantworten lässt, ist ein Termin am nächsten Vormittag deutlich günstiger als einer um zwei Uhr nachts.

Bei einem versicherten Leitungswasserschaden werden die Kosten der Schadensbegrenzung häufig übernommen, oft auch die Leckortung. Nicht ersetzt wird üblicherweise die Modernisierung alter Leitungen. Melden Sie den Schaden früh und heben Sie alle Belege auf.

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