Flicken oder ersetzen
Nach einem Rohrbruch ist die betroffene Stelle repariert, das Rohr aber so alt wie vorher. Bei verzinkten Stahlleitungen, wie sie bis in die Siebziger verbaut wurden, sitzt die nächste Schwachstelle meist schon in Sichtweite. Ein Betrieb, der ehrlich rechnet, legt Ihnen deshalb zwei Wege nebeneinander: die punktuelle Reparatur mit ihrem Restrisiko und den abschnittsweisen Austausch mit seinem höheren Aufwand.
Entscheidend sind Material, Alter, Verlauf und Zugänglichkeit. Eine Leitung im Schacht ist eine andere Rechnung als eine im Estrich unter Fliesen.
Verfahren
Beim klassischen Austausch wird der Abschnitt freigelegt und durch neues Rohr ersetzt, heute meist Kunststoff oder Edelstahl im Pressverfahren. Bei schwer zugänglichen Strängen kommen Inliner-Verfahren infrage: ein Schlauch wird eingezogen und härtet im Rohr aus. Das erspart große Öffnungen, ist aber nicht überall zulässig und nicht bei jedem Durchmesser sinnvoll. Bei Abwassergrundleitungen ist es dagegen ein etabliertes Mittel.
Wer entscheidet
In der Eigentumswohnung endet Ihre Zuständigkeit oft an der Wohnungsgrenze. Steigleitungen sind Gemeinschaftseigentum, ihre Sanierung ist Sache der Eigentümergemeinschaft. Im Mietverhältnis liegt die Entscheidung beim Eigentümer. Klären Sie das, bevor ein Angebot eingeholt wird. Sonst steht am Ende eine Rechnung bei jemandem, der sie nicht bestellen durfte.