Rohrsanierung

Rohrsanierung

Nach der Notabdichtung steht die Frage nach der dauerhaften Lösung. Wir vermitteln an Betriebe, die Reparatur und Austausch gegeneinander rechnen.

Flicken oder ersetzen

Nach einem Rohrbruch ist die betroffene Stelle repariert, das Rohr aber so alt wie vorher. Bei verzinkten Stahlleitungen, wie sie bis in die Siebziger verbaut wurden, sitzt die nächste Schwachstelle meist schon in Sichtweite. Ein Betrieb, der ehrlich rechnet, legt Ihnen deshalb zwei Wege nebeneinander: die punktuelle Reparatur mit ihrem Restrisiko und den abschnittsweisen Austausch mit seinem höheren Aufwand.

Entscheidend sind Material, Alter, Verlauf und Zugänglichkeit. Eine Leitung im Schacht ist eine andere Rechnung als eine im Estrich unter Fliesen.

Verfahren

Beim klassischen Austausch wird der Abschnitt freigelegt und durch neues Rohr ersetzt, heute meist Kunststoff oder Edelstahl im Pressverfahren. Bei schwer zugänglichen Strängen kommen Inliner-Verfahren infrage: ein Schlauch wird eingezogen und härtet im Rohr aus. Das erspart große Öffnungen, ist aber nicht überall zulässig und nicht bei jedem Durchmesser sinnvoll. Bei Abwassergrundleitungen ist es dagegen ein etabliertes Mittel.

Wer entscheidet

In der Eigentumswohnung endet Ihre Zuständigkeit oft an der Wohnungsgrenze. Steigleitungen sind Gemeinschaftseigentum, ihre Sanierung ist Sache der Eigentümergemeinschaft. Im Mietverhältnis liegt die Entscheidung beim Eigentümer. Klären Sie das, bevor ein Angebot eingeholt wird. Sonst steht am Ende eine Rechnung bei jemandem, der sie nicht bestellen durfte.

Worauf ein gutes Angebot eingeht

Worauf ein gutes Angebot eingeht

Ein belastbares Angebot beschreibt den Preis und dazu, was danach noch offen bleibt.

  • Abgrenzung: welcher Abschnitt wird angefasst und welcher nicht
  • Aussage zum Zustand der übrigen Leitungen
  • Angabe, welche Wiederherstellungsarbeiten enthalten sind, etwa Putz und Fliesen
  • Zeitraum, in dem das Wasser abgestellt sein wird
Ablauf ansehen

Fragen zur Rohrsanierung

Die Gebäudeversicherung ersetzt üblicherweise den Schaden am Gebäude, nicht die Modernisierung einer alten Leitung. Repariert wird also der Bruch, nicht der Strang. Wer bei der Gelegenheit erneuert, trägt diesen Anteil in der Regel selbst. Prüfen Sie die Abgrenzung mit Ihrem Versicherer, bevor beauftragt wird.

Bei einem einzelnen Abschnitt oft nur Stunden. Wird ein kompletter Strang getauscht, kann es über mehrere Tage in Etappen gehen. Ein Betrieb, der das planen kann, sagt Ihnen vorher, an welchen Tagen welche Entnahmestellen ausfallen.

Ein Schlauch aus Gewebe und Harz, der in das vorhandene Rohr eingezogen wird und dort aushärtet. Er bildet ein neues Rohr im alten. Der Vorteil ist der geringe Eingriff in die Bausubstanz, der Nachteil die Einschränkung bei Durchmesser, Bögen und Material.

Wenn die Leitung insgesamt in gutem Zustand ist und der Schaden eine erkennbare Einzelursache hat, ja. Bei durchgehender Korrosion verschiebt eine Teilsanierung das Problem nur. Die Bewertung stützt sich auf das Rohrmaterial, das Baujahr und das, was beim Öffnen sichtbar wird.

Für Leitungen im Gemeinschaftseigentum entscheidet die Gemeinschaft, in der Praxis über die Verwaltung. Bei Gefahr in Verzug darf die Verwaltung Notmaßnahmen allein veranlassen. Die anschließende Sanierung braucht den regulären Beschlussweg.

Zweiter Rohrbruch in kurzer Zeit?

Dann geht es nicht mehr um die Stelle, sondern um den Strang.