Was beim Rohrbruch zuerst passiert
Ein Rohrbruch ist kein Tropfen, sondern ein dauerhafter Austritt unter Leitungsdruck. In einer Stunde können mehrere hundert Liter in Estrich und Dämmung laufen. Deshalb steht am Anfang nicht die Reparatur, sondern das Absperren.
Der Betrieb, an den wir vermitteln, arbeitet in dieser Reihenfolge: Zulauf zum betroffenen Strang schließen, Schadstelle freilegen, provisorisch abdichten, Restwasser aufnehmen. Erst wenn nichts mehr nachläuft, wird über die dauerhafte Lösung gesprochen. Das kann ein Rohrstück sein, das ausgetauscht wird. Es kann aber auch bedeuten, dass ein alter Strang insgesamt zur Diskussion steht. Diese Entscheidung fällt nicht nachts um drei.
Typische Ursachen
Am häufigsten sind Korrosion an verzinkten Stahlleitungen aus den Sechzigern und Siebzigern, Frostschäden an ungedämmten Leitungen, mechanische Beschädigung bei Bohrarbeiten und geplatzte Zulaufschläuche an Wasch- und Spülmaschinen. Der letzte Punkt ist der einzige, den Sie selbst verhindern können: Schläuche altern, und zehn Jahre sind viel.
Was Sie vorbereiten können
Halten Sie bereit, wo Ihr Haupthahn sitzt, ob eine Nachbarwohnung betroffen ist und ob Sie Mieter oder Eigentümer sind. Bei Mietwohnungen informieren Sie parallel den Vermieter oder die Hausverwaltung, das ist eine Meldepflicht und keine Höflichkeit. Fotografieren Sie den Zustand, bevor jemand anfängt zu arbeiten.