Rohrbruch erkennen und vorbeugen

Rohrbruch erkennen und vorbeugen

Die meisten Leitungsschäden kündigen sich an. Man muss nur wissen, worauf zu achten ist.

Die Anzeichen

Der Zähler dreht sich, obwohl nichts läuft. Schließen Sie alle Hähne, schalten Sie Wasch- und Spülmaschine aus und sehen Sie zehn Minuten später auf das kleine Sternrad am Wasserzähler. Bewegt es sich, geht irgendwo Wasser ab.

Die Jahresabrechnung ist deutlich höher als sonst. Ein Sprung um mehrere Kubikmeter ohne veränderte Haushaltsgröße ist ein Hinweis, kein Zufall.

Der Wasserdruck lässt nach. Wenn die Dusche schwächer wird, ohne dass ein Perlator verkalkt ist, kann eine Undichtigkeit dahinterstecken.

Feuchte Stellen, Blasen im Putz, dunkle Ränder. Besonders am Wandfuß, an Fliesenfugen und unter Fensterbänken. Auch ein muffiger Geruch in einem Raum, der sonst neutral riecht.

Ein leises Rauschen oder Sirren in der Wand, wenn kein Wasser läuft. Nachts hört man das am ehesten.

Die Heizung braucht regelmäßig Wasser. Eine dichte Anlage hält ihren Druck über die Saison.

Was Sie vorbeugend tun können

Zulaufschläuche tauschen. Wasch- und Spülmaschinenschläuche altern. Nach etwa zehn Jahren gehören sie ersetzt, auch wenn sie noch heil aussehen. Ein Aquastop-Schlauch kostet wenig und verhindert den häufigsten vermeidbaren Wasserschaden überhaupt.

Absperrventile bewegen. Eckventile und der Haupthahn setzen fest, wenn sie jahrelang nicht angefasst werden. Einmal im Jahr auf und zu, dann funktionieren sie, wenn es darauf ankommt.

Bei Abwesenheit absperren. Vor längeren Reisen den Haupthahn schließen. Bei einem Wohnungsleerstand über den Winter zusätzlich die Leitungen entleeren, statt auf die Heizung zu vertrauen.

Frostgefährdete Stellen dämmen. Außenarmaturen im Herbst entleeren und absperren, Leitungen in Garage, Keller und ungedämmten Nebenräumen isolieren.

Wenn die Leitung ihr Alter zeigt

Verzinkte Stahlleitungen aus den Sechzigern und Siebzigern korrodieren von innen. Rostiges Wasser nach längerer Standzeit, sinkender Durchfluss und wiederholte kleine Undichtigkeiten sind bei diesem Material kein Zufall, sondern ein Muster. Wenn dieselbe Leitung zum zweiten Mal repariert werden muss, ist die Frage nicht mehr die Stelle, sondern der Strang. Was dann zur Wahl steht, steht auf der Seite Rohrsanierung.

Fragen zu Vorsorge und Früherkennung

Der einfachste Test läuft über den Wasserzähler. Alle Entnahmestellen schließen, Geräte ausschalten, Zählerstand notieren, nach zwei Stunden erneut ablesen. Jede Veränderung ohne Verbrauch bedeutet, dass Wasser abgeht. Für eine belastbare Aussage macht ein Fachbetrieb eine Druckprüfung.

Für die typischen Stellen ja: unter der Spüle, hinter der Waschmaschine, im Heizungsraum. Einfache Sensoren geben einen Alarm ab, wenn es feucht wird, aufwendigere sperren zusätzlich das Wasser. Gegen einen Bruch im Estrich helfen sie nicht, gegen den häufigsten Schadensfall schon.

Der Zählertest einmal im Jahr reicht, am besten vor der Urlaubszeit. Absperrventile im selben Turnus einmal bewegen. Zulaufschläuche ansehen, wenn Sie ohnehin dahinter putzen, und nach etwa zehn Jahren ersetzen.

Haupthahn schließen und den Restdruck an einem Hahn ablassen. Waschmaschine und Spülmaschine vom Wasser trennen. Bei Frostgefahr und unbeheizter Wohnung zusätzlich die Leitungen entleeren. Viele Versicherungsbedingungen verlangen genau das bei längerer Abwesenheit.

Ja, wenn auch seltener. Ursachen sind dann meist mechanisch: eine Bohrung in eine Leitung, ein Montagefehler an einer Pressverbindung oder Frost in einer noch ungedämmten Bauphase. Alter schützt nicht, aber Alter ist die häufigste Ursache.

Zähler dreht sich ohne Verbrauch?

Das ist ein Fall für die Leckortung, nicht für den Baumarkt.